Podcasts sind ein tolles Format. Sie bieten gerade weniger prominenten oder erfahrenen Autor*innen die Gelegenheit, Interviewerfahrung zu sammeln, und öffentlich über ihr Buch zu sprechen. In einem meist sehr wohlwollenden Umfeld und mit viel Zeit.
Die Kehrseite: Manche Podcasts ziehen sich ganz schön in die Länge. Denn nicht jeder Host und jede Influencerin moderiert gut oder hat das Buch gelesen, um das es im Interview gehen soll. Es kann passieren, dass über zwei Stunden ein nettes Gespräch geführt wird, dass dieses aber vollkommen belanglos bleibt und damit kaum ein Buch verkauft wird.
Im zweiten AVP-Morgenimpuls hat Sonja Praxl einen Einblick darin gegeben, was bei privaten Podcasts, die nicht von einer Redaktion betreut werden, schief gehen kann, wo aber auch Chancen liegen, die für die weitere PR genutzt werden können. Denn auch wenn der Host das Gespräch eher vor sich hinlaufen lässt, können Autorinnen und Autoren mit ein paar einfachen Tricks trotzdem ihre Botschaft platzieren und dem Publikum mit dem neuen Buch in Erinnerung bleiben. Wichtig sind hierbei einige Vorüberlegungen: Welchen Gedanken will ich unbedingt platzieren? Wie sieht meine Personal Brand aus und welche Antwort will ich in jedem Fall geben – auch wenn vielleicht nicht konkret danach gefragt wird?
Sonja Praxl coacht seit über 10 Jahren Autor*innen für deren Medienauftritte und produziert Autorenvideos für Verlage deutschlandweit. Sie durfte schon über 120 Titel auf die Bestsellerliste begleiten. Sie bringt Erfahrung aus über 15 Jahre TV-Journalismus ein, vom Volontariat bei Michel Friedman bis zur Redaktionsleitung von Markus Lanz.
Wir bedanken uns herzlich für ihre Zeit und den regen Austausch mit allen Teilnehmenden!